Wut vs. Freundlichkeit – Wie deine Emotionen dein Leben bestimmen

Das Geheimnis innerer Zufriedenheit

Der Mensch ist ein emotionales Wesen. Das ist ganz natürlich. Wenn ein Mensch jedoch auf seinem Lebensweg eine gewisse Reife erlangt hat, erkennt er unweigerlich, dass er glücklicher lebt, wenn er sich konstruktiv und beherrscht gegenüber seiner Umwelt verhält. Das Geheimnis innerer Zufriedenheit scheint also die Vermeidung von destruktiven Gedanken und Handlungen zu sein. Wer freundlich ist und anderen mit liebevoller Güte begegnet, der findet schnell Freunde und wird geliebt.

Menschen umgeben sich gerne mit angenehmen Menschen. Wer freundlich zu anderen ist, wird niemals einsam sein. Wie schön wäre es, wenn du so ein Mensch sein könntest. Wenn in der Lage wärst, mit deinem Verhalten mehr Glück und Zufriedenheit in die Welt zu transportieren. Du benötigst dafür nur etwas Achtsamkeit und den Mut, dir selbst zu begegnen.

Zerstörerische emotionale Ausbrüche vermeiden

Warst du schon einmal richtig wütend? Dann weißt du, dass du in diesem Zustand keinen klaren Gedanken fassen kannst. Wütende Menschen sind ungerecht und handeln bewusst verletzend. Dabei kann ein hasserfülltes Wort mehr Schaden anrichten als eine Ohrfeige. Worte haben die Macht, Menschen zugrunde zu richten. Und allzu oft trifft es ausgerecht die Menschen, die es eigentlich am wenigsten verdient haben: deine Eltern, Kinder und Lebenspartner.

Auf jemanden böse zu werden bringt weder Erleichterung noch hilft es dir, mit deinem Schmerz und deiner Wut zurecht zu kommen! Das wird nicht funktionieren! Viele dieser impulsiven Handlungen, die wir anwenden, um negative Gefühle loszuwerden, machen alles nur noch schlimmer.

Ein weiterer Mechanismus, den Menschen anwenden, ist Mauern aufzubauen. Es basiert auf der Naivität, dass Menschen denken, wenn sie sich einem Problem nicht beschäftigen, dann würde es nicht existieren oder von selbst verschwinden. „Ich will das nicht hören!“ drückt diese innere Einstellung aus. Natürlich führt diese naive Haltung nicht zum Ziel. Das Problem verschwindet nicht, nur weil es ignoriert wird.

Auf Grund dieser störenden Emotionen also verhalten wir uns auf die unterschiedlichste Weise destruktiv. Und wenn wir uns destruktiv verhalten, verursacht das grundsätzlich Unglücklichsein, nicht nur für andere sondern ganz besonders auch für uns selbst.

Ethische Selbstdisziplin

Was versteht man unter ethischer Disziplin im buddhistischen Sinne? Wir sollten vermeiden destruktiv zu handeln und zwar im Einklang mit den 5 Regeln des ethischen Lebens:

Keine Lebewesen töten oder verletzen
– Nicht Stehlen
– Sexuelles Fehlverhalten vermeiden
– Nicht lügen oder unheilsam reden
– Sich nicht durch berauschende Mittel das Bewusstsein trüben

Die Ähnlichkeit zu den christlichen zehn Geboten oder den muslimischen fünf Säulen des Islam ist offensichtlich: Regeln des sozialen Miteinanders existieren so oder so ähnlich schon seit tausenden von Jahren und haben über alle Kulturen und Religionen hinweg Gültigkeit. Der Mensch ist ein zutiefst soziales Tier. Nur in der Gemeinschaft ist er glücklich. Das ist ihm biologisch einprogrammiert – denn andere Menschen sichern sein Überleben.

Er ist außerdem darauf angewiesen, in der Gemeinschaft zu arbeiten um sich etwas aufzubauen. Einer alleine kann niemals schaffen, was viele schaffen können. Das ist logisch. Aus diesem Grund ist ein Mensch nur dann glücklich, wenn er in einem ihm liebevoll zugewandten sozialen Umfeld lebt.

Selbstbeobachtung ist wichtig!

Wie kannst du also destruktives Verhalten vermeiden? Lasse dich nicht von deinem Ego dazu verleiten, negative Reaktionen als „gerecht“ abzutun. Versuche zu unterscheiden, was gut und was schädlich für dich ist. Dabei kann dir die Achtsamkeit helfen. Wie fühlt es sich an, wenn negative Emotionen in dir aufsteigen? Beobachte dich selbst und lerne die Anzeichen zu erkennen. Betrachte dich achtsam und aufmerksam – nur so kannst du geeignete Gegenmaßnahmen finden.

Komm zur Ruhe

Wenn du wütend wirst, dann widerstehe dem Impuls, deinem Ärger auf der Stelle Luft zu machen. Du wirst dadurch nichts an deiner Lage verbessern. Eine Konfliktlösung kann nur auf friedlicher und konstruktiver Basis geschehen. Ziehe dich also zurück und unterbreche das Gespräch oder die Situation, in der du dich gerade befindest. Sag einfach: „Wir treffen uns später wieder, wenn wir uns beruhigt haben“. Geh spazieren, lenke dich ab und tu dir was Gutes. Gib dir selbst Zeit zum ruhig werden. Es benötigt eine Zeit von etwa dreißig Minuten, bis eine starke Emotion an Kraft verliert. Gönn dir diese Zeit und komm runter! Sprich erst wieder mit anderen Menschen, wenn du deine Fassung zurück gewonnen hast.

Der Mut zur eigenen Veränderung

Der Kern der buddhistischen Lehren besteht in der Veränderung des eigenen Verhaltens. Du kannst nicht davon ausgehen, dass andere Menschen sich verändern, weil du es so willst. Du hast keinen Einfluss auf andere Menschen. Du hast aber Einfluss auf dein eigenes Verhalten. Wenn du also verlangst, dass sich andere ändern, wird sich niemals etwas ändern. Nur wenn du bereit bist, dich selbst zu ändern, dann ändert sich die Welt um dich herum.

Übe also Gelassenheit und sei nicht so schnell genervt, wenn deine Kinder etwas von dir wollen. Erinnere dich daran, dass sie aufgrund ihres jungen Alters deine Hilfe brauchen. Das gilt übrigens auch für ältere Menschen, die mit der Geschwindigkeit unseres Lebens Schwierigkeiten haben. Zeige Verständnis. Sei ein Mensch, der liebevolle Güte ausstrahlt.

Ich verspreche dir, du wirst in kürzester Zeit bemerken, dass die Menschen anders auf dich reagieren. Das resultiert aus dem Gesetz der Ursache und Wirkung. Schieb dein Ego beiseite und lass den Gedanken zu, dass du nicht unfehlbar bist! Sei konstruktiv und liebevoll! Das ist das Geheimnis für langanhaltende innere Zufriedenheit.

Beitrag von Isabella Hof

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