Reicher Fürstensohn, Asket oder rastloser Wanderer – Wer war eigentlich Buddha?

Was ist ein Buddha?

Generell: Ein „Buddha“ ist jemand, der Bodhi (wörtl. „Erwachen“) erfahren hat. Wer also ein im Geist Erwachter ist, ist ein Buddha. Das kann prinzipiell jeder Mensch sein. „Buddha“ wird zunächst als allgemeiner Begriff für einen heiligen oder erleuchteten Mensch verwendet.

Oft spricht man jedoch im Zusammenhang mit dem Begriff „Buddha“ vom historischen Buddha Siddhartha Gautama. Dieser war der Begründer des Buddhismus und seinen Lehren.

Wer war Siddhartha Gautama und was machte ihn zum Buddha?

Siddhartha Gautama war Sohn eines reichen Fürsten und lebte etwa im 4./5. Jahrhundert vor Christus. Der Legende nach lebte Siddhartha bis zu seinem 29. Lebensjahr abgeschottet von allen unangenehmen Dingen des Lebens im Palast seines Vaters. Doch dann unternahm er eines Tages heimlich Ausflüge in die Umgebung. Er begegnete dort das erste mal in seinem Leben den Schattenseiten menschlicher Existenz und dem Leiden.

Nach Begegnungen mit einem verkrüppelten Greis, einem Fieberkranken und einem verwesenden Leichnam erkannt er, dass diese Realitäten – Altern, Krankheit, Tod und Schmerz – untrennbar mit dem Leben verbunden sind und dass Wohlstand und Reichtum dagegen keinen Bestand haben. Er beschloss daraufhin, nach einem Weg aus dem allgemeinen Leid zu suchen.

Der mittlere Weg

Siddhartha Gautama verließ seine Heimat und schloss sich einer Gruppe Asketen an. Dort erlernte er die yogische Praxis und Meditation, doch er fand weder innere Ruhe noch die Antworten, die er ersehnte. Dem Hungertod nahe erkannte er schließlich, dass dies nicht der Weg zur Befreiung sein könne. Da ihn alle überlieferten Religionen und ihre Methoden seinen Zielen nicht näher brachten, gab er diese auf. Er führte von diesem Zeitpunkt an das Leben eines besitzlosen Wanderers und übte sich dabei vor allem in der Meditation, aber nicht mehr in strenger Askese.

Seither lehrte Siddharta den sogenannten „Mittleren Weg“. Er, dem weder das ausschweifende Leben eines Fürsten, noch die strenge Askese eines Yogis tiefe Erkenntnisse gebracht hatte, distanzierte sich von den Extremen und empfahl einen ausgeglichenen Lebensstil.

Die Erwachung unter dem Bodhi-Baum

Im Alter von 35 Jahren saß er in einer Vollmondnacht in tiefster Versenkung unter einer Pappelfeige, als er erwachte. Dieser Baum wird heute deshalb auch als Baum der Weisheit oder treffender als Bodhi-Baum bezeichnet, von Bodhi, bzw. „Erwachen“ (oft ungenau mit „Erleuchtung“ übersetzt). Hass, Begierde und Unwissenheit fielen von ihm ab. Er wurde zum „Buddha“, zum Erwachten – und dadurch zum Gründer des Buddhismus.

 

Beitrag von Isabella Hof

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